Was ist HapKiDo?

Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, die ihren Ursprung im japanischen Daitō-ryū Aiki-jūjutsu hat. Durch die Einflussnahme anderer Kampfstile entwickelte sich Hapkido zu einer eigenständigen Kampfkunst, die stilübergreifend durch einen umfassenden Lehrplan geprägt ist.

Besonders charakteristisch sind die zahlreichen Hebeltechniken, welche zusammen mit Wurf-, Tritt- und Schlagtechniken den Schwerpunkt in allen Hapkido-Stilen bilden. Einige Stile lehren ergänzend die Handhabung unterschiedlicher Waffen. Die Bewegungen im Hapkido werden vornehmlich kreisförmig und fließend ausgeführt.

Hapkido ist nach dem Taekwondo die populärste koreanische Kampfkunst und wird weltweit trainiert. Die Bezeichnung für einen Hapkido-Praktizierenden lautet Hapkido-in, wobei in auf Koreanisch „Mensch“ heißt.

Quelle: Wikipedia

 

Bedeutung

Hap


bedeutet "zusammen" und meint die Harmonie von Körper und Geist.

 
 

Ki


bezeichnet die Lebens- und
Körperenergie

 
 

Do


bedeutet "Weg des Lebens,
Weg des Lernens"

 

Hap Ki Do verfügt über eine Vielzahl von Arm- und Beinhebeln, Waffentechniken, Würfen, Tritt-, Schlag- und Nervendruckpunkttechniken.

Hap Ki Do ist kein Kampfsport sondern eine Kampfkunst, die sich hervorragend zur Selbstverteidigung eignet. Es kann sowohl von Männern als auch von Frauen jeden Alters erlernt werden.

Hap Ki Do bedeutet eine Förderung des Charakters und Bewußtseins, Beruhigung der Nerven, Beherrschung von Geist und Willen, Entwicklung der inneren Kräfte, Erhaltung der Energie, Aktivierung der Muskeln, Akkupressur, chiropraktische Therapie und körperliche Leistungsfähigkeit.

Hap Ki Do wird gelehrt als eines der vollkommensten Systeme zur Selbstverteidigung und Körperschulung und stellt eine in sich abgeschlossene Kampfkunst dar.

Die Hap Ki Do Techniken dienen sowohl dem Angriff als auch zur Verteidigung. 270 Zielpunkte (Ki) und 3608 Techniken (Soo) machen aus eine der fortgeschrittensten und höchstentwickelten Kampfmethoden der Welt.

In Hap Ki Do sind die meisten aller übrigen fernöstlichen Kampfsportarten integriert.

 

 

Der harmonische Weg

Text ausgearbeitet von Frank Reynen, 2. DAN Hap Ki Do, Copyright (c) 2003

Die nachfolgenden Kapitel geben einen intensiven Überblick über den geschichtlichen Ursprung sowie über die einzelnen Elemente, die im Hap Ki Do Chung Mu Kwan gelehrt werden.

Der harmonische Weg

Hap Ki Do ist eine Selbstverteidigungskunst und gleichzeitig eine Lebensphilosophie. Die Kunst des Hap Ki Do ist einzigartig, denn es versetzt den Verteidiger in die Lage jeden Angriff abzuwehren und den Angreifer unter seine vollständige Kontrolle zu bringen. Dieses geschieht im Regelfall dadurch, daß die Kraft, die Bewegung des Angreifers gegen ihn selbst gewandt wird. Der Angreifer wird durch Umlenkung der eigenen Kraft kontrolliert.

Hap Ki Do beinhaltet:

  • yusul (Wurftechniken),
  • kwanjyelsul (Halte- und Hebeltechniken),
  • joksul (Fußtechniken)
  • kwonsul (Schlagtechniken)
  • hoshinsul (Handtechniken).

Ebenso beinhaltet Hap Ki Do das Training mit traditionellen Waffen.

Hap Ki Do bedeutet "harmonischer Weg". Die Hap Ki Do Praxis lehrt den Schüler zu entspannen und die Kräfte des Körpers zur inneren Mitte hin zu konzentrieren. Hap Ki Do trainiert die Koordinationsfähigkeit des Schülers und bringt dessen Körper und Geist in Einklang. Hap Ki Do Training beinhaltet verschiedene Ausbildungsstufen. Neue Schüler erkennen schnell, dass es unter Umständen 5 bis 8 Jahre dauern kann, bis Hap Ki Do in die Lebensweise integriert wird, d.h. sich positiv auf das tägliche Leben auswirkt. Zur Beherrschung der vielfältigen Techniken benötigt der Schüler ein ganzes Leben, unabhängig vom Grad der Ausbildung (Schüler, Meister oder Großmeister). Die Techniken basieren alle auf naturgegebenen Grundsätzen, Zeit, korrekter Bewegung und Sensitivität in der Anwendung.

 

Der geschichtliche Ursprung

Zu der Zeit, als die großen chinesischen Religionen begannen, sich südwärts zu bewegen, war die Insel Korea unterteilt in drei Königreiche. Silla, das kleinste Königreich, stand unter konstantem Angriff seiner beiden Nachbarn: Paekche im Westen und Koguryo im Norden. Buddismus als Religion existierte zu der Zeit bereits seit mehreren hundert Jahren in den nördlichen Königreichen Koreas, bevor es im Königreich Silla eingeführt wurde. Eingeführt wurde dort der Buddismus durch 2 Mönche aus Koguryo in der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts, aber es sollte nochmals hundert Jahre dauern bis sich der Buddismus dort etabliert hatte. Unter der Regierung von König Pophung schließlich wurde Buddismus als staatliche Religion eingeführt. In dieser Zeit entwickelt sich die Schrift, die Kultur und die Kunst im südlichen Korea.

Im Jahr 540 kam König Chinhuing in Silla an die Macht. Eine seiner bedeutendsten Handlungen war, daß er die Bewegung der Hwarang Krieger ins Leben gerufen hatte, die Blumenritter. Für die kämpferische Ausbildung dieser Krieger beauftragte der König den buddistischen Priester Won Kwang Bopsa. Dieser lehrte ein Kampfsystem, welches im Einklang mit den Gesetzen der Natur stand.

Basierend auf diesem Konzept der Einheit, haben sich die waffenlosen Kampftechiken etabliert. Jahre später, als das Königreich Silla mit China gegen das Königreich Paekche in den Krieg zog, haben die Armeen von Silla das Königreich von Paekche durch Einsatz der erlernten Kampftechniken niedergezwungen. Zu dieser Zeit war es der Verdienst der Blumenritter, daß die Königreiche Koreas vereint wurden.

Basierend auf der Bewegung der Blumenritter hat sich über die Jahrhunderte hinweg die koreanischen Kampfsportarten, insbesondere das moderne Hap Ki Do entwickelt.

 

Einführung in die koreanische Sprache

Die Grundbegriffe

Koreanisch Deutsch
Anja Traditioneller Kniesitz zur Begrüßung des Meister
Baro Aufforderung, sich in die Ausgangsposition zu bewegen
Bong Holztrainingsstock
Charyot Stand zur Begrüßung
Dan Schwarzgurtträger
Dangum Übungsmesser aus Holz oder Gummi
Dobok Traditioneller Trainingsanzug
Dojang Trainingshalle, Sportschule
Gukgi Flagge
Gum Holzschwert
Gup Ausbildungsgrad für Schüler
Hohopbop Atemmethode
Hoshinsul Handtechniken
Jeja Schüler
Joksul Fuß- und Tritttechniken
Junbi Kampfstellung
Junbi Undong Aufwärmübungen
Kihap Kampfschrei, zum Ausdruck der pysikalischen Stärke
Kyonge Verbeugung zum Gruß
Kyukpasul Brechtechniken
Kwonsul Schlagtechniken
Mukisul Waffentechniken
Muknyom Meditation, Freisetzung der geistigen Energie
Nakbop Falltechniken zum Schutzvor Verletzungen
Poomse Traditionelle Bewegungsabläufe
Shijak Aufforderung zum Beginn
Shuih Beendigung, Aufforderung zur Entspannung

 

 

Redewendungen beim Training

Koreanisch Deutsch
Amnida Ich verstehe
Aniyo Nein
Annyong Hashimnika Wie geht es Ihnen?
Annyong Hikasaeyo Auf Wiedersehen (wenn jemand geht)
Annyong Hikaesaeyo Auf Wiedersehen (wenn man selbst geht)
Asigeshimnika Hast du das verstanden?
Chunmaneyo Herzlich willkommen
Dobok Danjang Richte deinen Anzug
Dwirodora Dreh dich um
Gukgi Yedaehayo Dreht euch in Richtung Flagge
Kamsahamnida Danke
Nay Ja
Takachi Alle zusammen

 

 

Worte beim Angriff

Koreanisch Deutsch
Ap Chagi Tritt mit dem Fußballen nach vorne
Ap Chaolligi Hochziehen des Beines nach vorne
Ap Jirugi Schlag nach vorne
Ap Sogi Stand nach vorne
Arae Makgi Block unten mit dem Unterarm
Bandae Umdrehen
Bandae Jirugi Hakenschlag
Dollyo Chagi Tritt mit dem Fußspann aus der Hüfte heraus
Dwit Chagi Tritt nach hinten
Dolcho Chagi Hakentritt
Junbi Kampfstellung (fertig zum Kampf)
Montong Makgi Block mitte mit dem Unterarm
Olgool Makgi Block oben mit dem Unterarm
Sudo Messerhand
Twiyo Sprung
Yop Chagi Tritt mit der Fußkante

 

Zählen auf koreanisch

Koreanisch Deutsch
Hanna Eins
Dul Zwei
Set Drei
Net Vier
Dasut Fünf
Yosut Sechs
Ilgop Sieben
Yodul Acht
Ahop Neun
Yul Zehn


 

Das Gurtsystem

Im Hap Ki Do wird in den Schülergraden zwischen 10 Ausbildungsstufen differenziert, die sich über die Gürtelfarben ausdrücken

  10. Kup  

  9. Kup  

  8. Kup  

  7. Kup  

  6. Kup  

  5. Kup  

  4. Kup  

  3. Kup  

  2. Kup  

  1. Kup  

  1. - 3. DAN Meisterschüler

  4. DAN Meister

  5. - 9 DAN Großmeister

  10. DAN HapKiDo-Präsident


Der schwarze Gürtel (DAN) ist reserviert für die fortgeschrittenen Schüler, die ihre Qualifikation in einer umfassenden Prüfung unter Beweis stellen müssen. Im Regelfall hat ein solcher Schüler zwischen drei und fünf Jahren harter Ausbildung hinter sich. Hat man die Beherrschung, der in den Schülergraden vermittelten Grundfähigkeiten erlernt, kann man auf ein höheres Ziel hin trainieren.

Der schwarze Gürtel bedeutet natürlich nicht, daß man jetzt perfekt ausgebildet ist, aber er qualifiziert den Träger dazu, daß er kompetent genug ist, Hap Ki Do als Lebensweise zu verstehen.

Im Hap Ki Do dient das Gurtsystem dazu, dem Einzelnen den Stand seiner Ausbildung zu verdeutlichen.

 

 

Das Gurtsystem

Im Hap Ki Do wird in den Schülergraden zwischen 10 Ausbildungsstufen differenziert, die sich über die Gürtelfarben ausdrücken

10. Kup

 

9. Kup

 

8. Kup

 

7. Kup

 

6. Kup

 

5. Kup

 

4. Kup

 

3. Kup

 

2. Kup

 

1. Kup

 

1. - 3. DAN

Meisterschüler

4. DAN

Meister

5. - 9 DAN

Großmeister

10. DAN

HapKiDo-Präsident

 

Der schwarze Gürtel (DAN) ist reserviert für die fortgeschrittenen Schüler, die ihre Qualifikation in einer umfassenden Prüfung unter Beweis stellen müssen. Im Regelfall hat ein solcher Schüler zwischen drei und fünf Jahren harter Ausbildung hinter sich. Hat man die Beherrschung, der in den Schülergraden vermittelten Grundfähigkeiten erlernt, kann man auf ein höheres Ziel hin trainieren.

Der schwarze Gürtel bedeutet natürlich nicht, daß man jetzt perfekt ausgebildet ist, aber er qualifiziert den Träger dazu, daß er kompetent genug ist, Hap Ki Do als Lebensweise zu verstehen.

Im Hap Ki Do dient das Gurtsystem dazu, dem Einzelnen den Stand seiner Ausbildung zu verdeutlichen.

 

Gürtel binden

Den weißen und ersten Gürtel erhält der Schüler mit seinem ersten Kampfanzug (Dobok) überreicht.
Die einzige Anforderung an den niedrigsten Kup-Grad besteht darin, die Regeln des Dojang einzuhalten und den Gürtel korrekt binden zu können.

Schritt 01, eine Seite des Gürtels in die rechte Hand nehmen.   Schritt 02, den Gürtel mit der rechten Hand an den Körper legen.
1. Eine Seite des Gürtels in die rechte Hand nehmen.   2. Den Gürtel mit der rechten Hand an den Körper legen.
Schritt 03, dann den Gürtel, im Uhrzeiger- sinn (von oben betrachtet), 1 mal um den Körper legen.   Darauf achten, daß die Gürtelbahnen auch sauber übereinander liegen.
3. Dann den Gürtel, im Uhrzeiger- sinn (von oben betrachtet), 1 mal um den Körper legen.   Darauf achten, daß die Gürtel-bahnen sauber übereinander liegen.
     
Schritt 04, den Gürtel, im Uhrzeiger- sinn, noch mal um den Körper legen.   Schritt 05, beide Gürtelenden gerade vor den Körper halten und gleich lang ziehen
4. Dann den Gürtel, im Uhrzeiger- sinn, noch mal um den Körper legen.   5. Beide Gürtelenden gerade vor den Körper halten und gleich lang ziehen.
     
Schritt 06, anschließend das linke Gürtelende bis über die Körpermitte über den Gürtel legen.   Schritt 07, nun das linke Gürtelende von unten nach oben hinter allen Gürtellagen herziehen ...
6. Anschließend das linke Gürtelende bis über die Körpermitte über den Gürtel legen.   7. Nun das linke Gürtelende von unten nach oben hinter allen Gürtellagen herziehen ...
     
Schritt 08, strammziehen.   Schritt 9, danach das linke Gürtelende über das andere Ende legen und einen zweiten Knoten machen.
8. ... und strammziehen.   9. Danach das linke Gürtelende über das andere Ende legen und einen zweiten Knoten machen.
     
Schritt 10, ..und jetzt richtig festziehen.    
10. Und jetzt richtig festziehen.    
     
Das Ergebnis, wenn ihr alles richtig gemacht habt:
Die Gürtelenden sind vorne gleich lang...   ... und die Gürtelbahnen liegen im Rücken sauber übereinander.
Die Gürtelenden sind vorne gleich lang...      ... und die Gürtelbahnen liegen im Rücken sauber übereinander.